Interessengemeinschaft Region Würzburg, Schweinfurt und Umgebung
 


Mein Name ist Ines Kirch und seit 01. Januar 2019 bin ich Schöffin am Landgericht Würzburg.

Als ich im Oktober 2018 die Benachrichtigung über meine Wahl zum Schöffen erhalten hatte, machte ich mich im Internet auf die Suche nach Informationen rund um dieses besondere Ehrenamt. Gefunden habe ich jedoch viele widersprüchliche und veraltete Informationen. Sicher ging und geht es anderen Schöffen ebenso…

Mein Anliegen ist es daher, anderen Schöffen und am Amt interessierten Bürgern den Weg zu fundierten Informationen und hilfreichen Kontaktstellen zu zeigen. Ich verstehe mich sozusagen als „Schöffen-Lotse“.

Ich möchte das Schöffenamt in Unterfranken bekannter machen. Nicht jeder weiß, dass man zu diesem Ehrenamt auch ohne eigene Bewerbung verpflichtet werden kann, wenn sich nicht genügend Bewerber aus allen Altersschichten, Berufsgruppen etc. zur Verfügung stellen.

Weiterhin organisiere ich Schöffentreffen, so dass sich Haupt- und Hilfsschöffen aus dem Erwachsenen- und Jugendstrafrecht austauschen können. Auch am Schöffenamt interessierte Bürger sind herzlich willkommen. Ich würde mich besonders freuen, wenn sich auch ein Rechtsanwalt, Staatsanwalt oder Richter zu uns gesellen möchte!

Nicht zuletzt sind auch Weiterbildungsveranstaltungen und die Besichtigung einer Justizvollzugsanstalt (JVA) für Schöffen sehr hilfreich!


Aktuell bin ich auf der Suche nach Unterstützung! Sie möchten gerne das Ehrenamt des Schöffen oder ehrenamtlichen Richters der Fachgerichtsbarkeiten bekannter machen, Texte für Beiträge in den Medien oder allgemeine Informationen zum Thema formulieren oder Sie möchten gerne Veranstaltungen organisieren? Dann nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf!

***Für ein einfacheres Lesen schreibe ich in der männlichen Form - gemeint sind selbstverständlich stets alle Geschlechter!***

 

Schöffen müssen ihre Rolle im Strafverfahren kennen, über Rechte und Pflichten informiert sein und sich über die Ursachen von Kriminalität und den Sinn und Zweck von Strafe Gedanken gemacht haben. Sie sollten bereit sein, Zeit zu investieren, um sich über ihre Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten weiterzubilden.

Wer zum Richten über Menschen berufen ist, braucht großes Verantwortungsbewusstsein für den Eingriff in das Leben anderer Menschen. Objektivität und Unvoreingenommenheit müssen auch in schwierigen Situationen bewahrt werden.

In der Beratung mit den Berufsrichtern müssen Schöffen ihren Urteilsvorschlag standhaft vertreten können. Ihnen steht in der Hauptverhandlung das Fragerecht zu. Sie müssen sich entsprechend verständlich ausdrücken, auf den Angeklagten sowie andere Prozessbeteiligte eingehen können und an der Beratung argumentativ teilnehmen. Ihnen wird daher auch eine gewisse Kommunikations- und Dialogfähigkeit abverlangt.


(Quelle: www.parijus.de)

 


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